Die Schaukel

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von Edna Mazya
Für Jugendliche ab 14 Jahren und für Erwachsene.

MAZAB

Regie/Bühne: Markus Steinwender

Hauptrolle: Dvori

Mit Anna Paumgartner, Christine Winter; Torsten Hermentin, Herwig Ofner, Maximilian Pfnür

Auf einem vergammelten Spielplatz trifft die fast fünfzehnjährige Dvori auf vier ältere Schulkameraden, die sich beim Ballspiel austoben, markige Sprüche führen und so ihre Zeit totschlagen. Dvori möchte dazugehören, und in ihrem Wunsch nach Anerkennung lässt sie sich auf anfangs harmlos scheinende Spiele ein. Zunehmend provokativer werden die Übergriffe und enden in einer Gewalttat.

„Die Schaukel” ist drastisch, ohne dabei schwarz-weiß zu malen. Engagiert lässt das Stück den moralischen Zeigefinger unten, hat Drive, kurze, knappe Dialoge und es spricht die Sprache, die Jugendliche am Besten verstehen: ihre eigene.

Die Geschichte spielt dabei auf zwei Ebenen; die Rahmenhandlung im Gerichtssaal kommentiert die in Rückblenden erzählte Chronologie der Ereignisse. Im Prozess gegen ihre Peiniger durchlebt Dvori noch einmal, was ihr an jenem Sommerabend widerfahren ist. Seine Brisanz bezieht das Stück dabei auch durch seine Doppelbesetzung: Die Schauspieler, die die Schulkameraden spielen, verkörpern Täter und Verteidiger und das Opfer ist zugleich auch die Anklägerin. Am Ende bleibt offen, ob Recht sprechen auch Gerechtigkeit bedeutet.